Schulseelsorge an der Theresienschule

Die Schulseelsorge teilen wir in die „Allgemeine“ und die „Besondere“ ein.

Jeder Lehrperson der Schule obliegt der Auftrag der allgemeinen Schulseelsorge. Im täglichen Miteinander in der Schulgemeinde sollen die vier Grundpfeiler christlichen Glaubens erfahrbar werden:

  1. Diakonia - Leben und Glauben ermöglichen
  2. Martyria - Leben und Glauben zusprechen
  3. Liturgia - Leben und Glauben feiern
  4. Koinonia - Weggemeinschaft im Leben und Glauben

Die Schulseelsorge im „Besonderen“ reicht in den Bereich der geistlichen Begleitung hinein und ist Aufgabe des Schulseelsorgers. Diese fängt bei kurzen Begegnungen an und reicht über Dialoge im Religionsunterricht bis hin zu Einzel-, Gruppen- und Beichtgesprächen.

Die Emmaus-Erzählung (Lk 24,13-35) ist eine gute Hilfe, um den Prozess der Begleitung deutlich zu machen: Zwei Menschen teilen sich mit und unerkannt kommt jemand hinzu, der ihre Herzen brennend macht: Jesus Christus! Sie erkennen Gott in seiner Güte und Liebe.

Konkret für den Umgang mit den Menschen heute ist es wichtig, dass der Schulseelsorger in den Begegnungen natürlich-psychologisch und übernatürlich-theologisch einen Raum schafft, in dem die Schülerin, der Lehrer oder die Eltern Heil erfahren. Selbstverständlich kommen dabei die verschiedensten Etappen vor, wie Selbsterkenntnis, Selbstannahme, Umgang mit Konflikten, Auflehnung, Ablehnung, Enttäuschungen, Gottesfrage, Gotteserkenntnis, Gotteserfahrung, Versöhnung, Freisein, Gemeinschaft, Gemeinde und Wirken des Heiligen Geistes.

So kann und soll jeder erfahren, wozu Jesus Christus gekommen ist: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben“ ( Joh 10,10 ).

Der Mensch von heute in seinen Ängsten und in seiner Einsamkeit, möchte eine Kirche, die der Ort der Freundschaft, der echten Kontakte, des Austauschs ist, eine, die nicht ins Große, sondern ins Kleine geht. Vor allem eine Kirche, die ihn mit dem Wort Gottes nährt, die ihn bei der Hand nimmt und mit ihm des Weges geht, eine Kirche, die ein Gesicht hat, wie die Kirche des Lukas, des Markus, des Johannes, eine Kirche, die anfängt, eine, die ... nach Ursprung schmeckt.
Gesucht: Ein freundlicher Ort

Carlo Caretto